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Spielmannszug

Hagelisten-Schützengesellschaft

Die Geschichte des Hagelisten-Spielmannszuges

Nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1919 rief  Josef Ibeler bei den Hagelisten eine Musiktruppe ins Leben.

Die Musiktruppe bestand am Anfang aus vier begeisterten Mitgliedern, die am Montag vor Fronleichnam den Zug der Hagelisten-Mitglieder anführten und den Zweig zur Schützenstange brachten.

Die Schützenstange stand zu dieser Zeit auf dem Hofe von Bauer Beckwermert.

Von dem Spiel der zwei Trommeln und Flöten waren einige Mitglieder der Gesellschaft sehr begeistert, so das sie sich dem Spielmannszug  anschlossen.

Bis zum Schützenfest – zu dieser Zeit hieß es Heimatfest -  war nun harte Arbeit angesagt. Die Schweißtropfen waren nicht umsonst, denn zum Heimatfest marschierten bereits vier Trommeln und sechs Flöten mit.

Auch äußerlich war der stattliche Spielmannszug zu erkennen. Die einheitliche Kleidung bestand damals aus einer weißen Hose, Schwalbennestern an den Schultern und aus einem Strohhut. Die Musikinstrumente hatte man sich auf Leihbasis besorgt.

Erst im Jahre 1921, hier erlangte Josef Ibeler die Königswürde der Gesellschaft, konnte man durch ihn und  durch die Unterstützung der jüngeren Mitglieder eigene Instrumente anschaffen. Dieser Kauf war der Startschuß, um den Hagelisten-Spielmannszug weiter auszubauen.

Da immer mehr Mitglieder in den Spielmannszug eintraten, wurden auch immer mehr neue Märsche eingeübt.

Der 2. Weltkrieg machte allen aufstrebenden Bemühungen ein jähes Ende. Das gesamte Schützenwesen  kam zum Erliegen.

Nach Ende des 2. Weltkrieges, im Jahre 1946, hatte Willi Adick die Aufgabe übernommen, den Hagelisten-Spielmannszug wieder aufleben zu lassen.

Er versammelte ca. 20 Spielleute um sich, und das Spielen bekannter und das Einüben neuer Märsche begann von neuem.

Ein stolzes Jubiläum feierte die Gesellschaft im Jahre 1949, und passend zum 125jährigen Bestehen traten ein Junggesellen- und ein Verheirateten-Spielmannszug auf. Leider blieb der Letztgenannte keine feste Institution.

In den Anlagen der Gaststätte Kaup (heute Bücker-Reiners) wurde im gleichen Jahr der heutige Hagelisten-Traditionsmarsch “Geburtstag” auf einer Wachsplatte aufgenommen. DieseWachsplatte, die sich im Besitz von Willi Adick befand, wurde am 28.Februar 1993 dem damaligen Tanbourmajor, Michael Wegmann, überreicht. Damit ging die Wachsplatte in den Bestand des Hagelisten-Spielmannszuges über.

In der zweiten Hälfte des Jahres 1949 erreichte ein Schreiben vom Bürgerausschuß zur Förderung des Münsterischen Karnevals, adressiert an alle Emsdettener Spielmannszüge (gen. Emsdettener Wirbel), auch die Hagelisten, und so nahm der Spielmannszug im Jahre 1950 am Münsterischen Karneval teil.

Im Umzug präsentierte sich der Spielmannszug an 58. Stelle unter dem Namen “Emsdettener Wirbel” vor dem Wagen  “Die gute Stube der Fa. Kluxen.

Bereits im Jahre 1956 wurden folgende Mitglieder für 10jährige Mitgliedschaft beim Spielmannszug geehrt: Karl Walters, Josef Austrup, Rudolf Göcke, Franz Walters und Rudolf Schmitz.

Ein Jahr später wurde Alfons Ascheberg geehrt und schließlich im Jahre 1958 Walter Schlickmann.

Die zu dieser Zeit eingeführten Ehrenplaketten zieren auch heute noch die Uniformen verdienter Spielmannszugmitglieder. Spaß an zackiger Marschmusik war der Grund dafür, das die Anzahl der Spielleute stetig anstieg.

Anfang der achtziger Jahre kamen die ersten Mädchen zum Spielmannszug, die heute ein fester und guter Bestandteil des Musikkörpers bilden. Durch den Zusammenschluß aller Emsdettener Spielmannszüge im Jahre 1989 (GES - Gemeinschaft der Emsdettener Spielmannszüge) tauschte man untereinander Erfahrungen und Erkenntnisse rund um die Spielmannszugmusik aus. Dieses spiegelt sich heute immer deutlicher wider. Unter der heutigen Leitung von Tambourmajor Andreas Walters werden neue Märsche nicht mehr wie es üblich war nach Griffnoten (Flöten) bzw. Schlagnoten (Trommeln), sondern nach Originalnoten eingeübt.

Durch diese Umstrukturierung ist das zu spielende Angebot von Märschen und Standliedern sehr stark gewachsen. Zwangsläufig erhöht sich dadurch auch die Qualität des Spielmannszuges.

Im Jahre 1994 feierte der Juniorenspielmannszug sein 75jähriges Bestehen. Speziell zu diesem Jubiläum schrieb ein früheres Mitglied des Spielmannszuges, Karl Walters, ein Gedicht.

Nachwuchssorgen hat es bis zum heutigen Tage kaum gegeben. Im Gegenteil, zum 150jährigen Bestehen der Hagelisten- und Teupen-Schützengesellschaft wurde Pfingsten 1974 der “Alt-Herren-Spielmannszug” (heute nennt er sich Senioren-Spielmannszug) aus der Taufe gehoben. Mehr dazu an anderer Stelle.

Wenn man die Jahre hoch rechnet, und das Gründungsjahr (1974) des Senioren-Spielmannszuges vom diesjährigen Jubeljahr (1999) abzieht, wird man feststellen, das der Senioren-Spielmannszug selber ein viertel Jahrhundert besteht. Dieses kleine Jubiläum wurde vom 08.-09.Mai 1999 mit allen Freunden und Gönnern des Senioren-Spielmannszuges in einem kleinen Rahmen gefeiert.  

Durch die gute Verbundenheit beider Spielmannszüge hat der Senioren- Spielmannszug keine großen Nachwuchssorgen, da ausscheidende Mitglieder des Junioren-Spielmannszuges zum größten Teil sich dem Senioren-Spielmannszug anschließen.

Selbstverständlich nehmen beide Spielmannszüge an den traditionellen Volksfesten (Karneval und Schützenfest) teil, so das sie zum Gelingen der Festlichkeiten im hohen Maße beitragen.

Mögen die beiden Spielmannszüge weiter blühen, wachsen und gedeihen zum Wohle und Ansehen der Hagelisten-Schützengesellschaft.

 

 

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